| Kolm Saigurn in Salzburg | ||||
| Lage | Gebirge | Bergbau/Geschichte | Nationalpark | Flora&Fauna |
| Lage | ||||
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Im Pinzgau des Landes Salzburg gelegen, ist Kolm Saigurn als der Talabschluß des Rauriser Tals, genauer des Hüttwinkltals, inmitten des Nationalparks Hohe Tauern zu finden. Das Bild des Endtälchens wird beherrscht vom Nordostabfall des Sonnblicks (3106m), im Westen durch die vierseitige Pyramide des Hocharn (3254m) und im Südosten durch die breite Gipfelhaube des Schareck (3122m). |
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| Gebirge |
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Der berühmteste, wenn auch nicht höchste Berg Kolm Saigurns ist der Hohe Sonnblick (3106m). Sein Name war schon im Mittelalter gebräuchlich, als in den Taidingen die Grenze des Landesgerichtes mit dem "Sonnblikh" beschrieben wurde. Der Name wurde dem Berg von den Bewohnern des Marktes Rauris verliehen, da man in den frühen Morgenstunden der Sonne als erstes an seiner Nordwand in blutrotem Glanze ansichtig wurde. Der Aufstieg führt übrigens über den Neubau (2175m) an Gletschermoränen und an der Rojacherhütte (2718m) vorbei. Ignaz Rojacher, ein Landwirt und Unternehmer (siehe Bergbau) aus Rauris, setzte es sich - durch den Wiener Meteorologen Julius Hann inspiriert - in den Kopf, auf seinem Heimatberg eine Wetterbeobachtungsstation zu errichten. So stellte er im Jahre 1886 unter schwierigsten Bedingungen das Zittel-Haus-Observatorium fertig und machte den Sonnblick zu einem der bekanntesten Berge Europas. Noch heute greift die Zentralanstalt für Meteorolgie und Geodynamik in Wien auf Messdaten und Erfahrungswerte vom Sonnblick mit seinen Wetterwarten zurück. Der höchste Berg Kolm Saigurns ist der Hocharn (3254m), der mit dem Erfurter-Steig in früheren Zeiten als Verbindungs- und "Schmuggel"paß nach Tirol diente. Das gewaltige Massiv des Scharecks (3122m) beeindruckt durch seinen Westkamm mit Bockhartscharte (2226m), Niedersachsenhaus (2471m), Fraganter Scharte (2753m) und Herzog Ernst (2983m). Am Talboden erweisen sich der Ammererhof, bewirtschaftet durch die Familie Mühlthaler, und zahlreiche, gastfreundliche Almbetriebe, wie die Durchgangs- und Filzenalm, als Rast- und Labungsstätte ermüdeter aber glücklicher Wanderer. |
Zittel-Haus am Sonnblick vor 1986 Hocharn
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Zittel-Haus am Sonnblick nach 1986 Tour zum Hocharn
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Sonnblick-Nordwand vom Ammererhof aus Schareck-Massiv |
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| Bergbau/Geschichte |
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Der Name Kolm Saigurn allein sagt schon viel über die Nähe und den Bezug zum Bergbau aus. Kolm entstand aus dem mittelhochdeutschen Wortstamm "Kolben", also ein Ort wo eine Kolbenstatt war und Erz gestoßen bzw. zerkleinert wurde. Saigurn ist wahrscheinlich slawischen Ursprungs, denn Kärntner Slawen besiedelten in der Vorzeit als erste Menschen kontinuierlich das Rauriser-Tal und "Saigoro" bedeutet im slawischen "Hinterberg" (Tal hinterm Berg).
Vor etwa 4000 Jahren wurde das Tauerngold entdeckt, der Fund einer Serpentin-Lochaxt läßt darauf schließen, daß schon in der Jungsteinzeit in den Tauern nach Gold gegraben wurde. Auch Kelten und Römer kannten und nützten die Gold-, Silber- und Bleivorkommen rund um Kolm Saigurn und das Rauriser-Tal. Am Ende des 14. Jahrhunderts waren in Salzburg erstmals in großem Umfang Goldgulden aus Tauerngold geprägt worden und noch um die Wende zum 16. Jahrhundert wurde das Land als das "Peru der alten Welt" bezeichnet. So wuchs Rauris als Vorort zum Talschluß zu einer mittelalterlichen Großsiedlung mit über 3000 Bewohnern (heute etwa 2000) heran.
Zahlreiche Spuren des historischen Bergbaus zeigen sich heute noch in greifbarer Nähe: Dutzende Stollen, teilweise verfallene Knappenhäuser, das Radhaus (2161m), eine Waschanlage, das Bremser-Häusl (2331m) und andere Reste der Bergmannszeit sind heute auf dem "Tauerngold-Rundwanderweg" zu sehen. Vom Neubau herab war eine Sachzieherriesen angelegt, der Bocksamsteig ging von Kolm in das Ritterkar und zur Goldzeche hinauf.
Eine bedeutende Figur des neuzeitlichen Kolmer Bergbaues war der Rauriser Ignaz Rojacher. Als armer Bauernbub wurde er noch verachtend "Kolm-Naz" gerufen, später - als Pächter, erfolgreicher Unternehmer und Besitzer des Rauriser Goldbergbaus - hieß er schließlich "Moses von Rauris". Er ließ in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Bergbau in seiner Heimat wiederaufleben und beschäftigte sich an seinem Lebensabend mit dem weltberühmten Observatoriumsprojekt am Hohen Sonnblick (siehe Gebirge). Am 4. Jänner 1891 verstarb Ignaz Rojacher im Alter von 47 Jahren. |
Ruine des Radhauses |
Knappenhaus |
Steindamm für die Bremsbahn |
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Fiebingersee |
"Manggai" |
Eröffnung "Rauriser Urwald" |
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