Riegersburg

Graz

Wien/Stadt

 

Graz ist die Hauptstadt des österreichischen Bundeslandes Steiermark und liegt am Austritt der Mur aus den Alpen (368 Meter ü. M., 242.300 Einwohner). Bestimmt durch die Altstadt am Fuße des Schloßberges mit Uhrturm und Glockenturm, weist die Universitätsstadt bedeutende Bauwerke auf: Landesmuseum Joanneum mit Zeughaus, Opernhaus, Domkirche St. Ägydius (1438-62), Bürgerspitalskiche zum Hl. Geist (1461-98), Landhaus (1527-67; heute Landtagsgebäude), Mausoleum Kaiser Ferdinands II., Schloß Eggenberg (1625-35), Schloß Gösting (1724-28), Palais Herberstein.

In der 2. Hälfte des 10. Jahrhunderts entstand auf dem heutigen Schloßberg ein Grenzkastell (slawisch gradec=kleine Burg). 1164 erstmals als Markt erwähnt, wurde Graz 1379 Hauptstadt des Landesgebietes der leopoldinischen Habsburger und 1440 Residenz Friedrichs III..

Schloßberg mit Bastei und Uhrturm

Der Uhrturm, Wahrzeichen der Stadt, ist ursprünglich ein gotischer Wehrbau der im Laufe der Jahre ausgebaut und adaptiert wurde: 1560/70 Änderung im Zuge der Neubefestigung, 1712 Uhrwerk von Hofuhrmacher M.S. Funk. (1822 von J. Geist verbessert), im Dachtürmchen hängt die "Armesünderglocke" (1382 von J. de Rottersberg gegossen), drei Wappensteine: Steirischer Pantherschild mit Herzogshut von Erzherzog Karl II. (um 1570), Einköpfiger Adler Ferdinands I. (datiert 1552), Doppeladler Maria Theresias (Mitte des 18. Jhdts.).

Die Festung

Am Eingangstor zur "unteren Festung" befanden sich das Haus des Vizekommandanten sowie Räume für Wachsoldaten(1).

Im Anschluß an die Schmiede (2) und die Marketenderei (3) stand das markanteste Gebäude dieses Burgbereiches - der Uhrturm (4). Ein Vorgängerbau, 1327 durch Brand zerstört, dürfte aus dem 13. Jahrhundert stammen.

Sein heutiges Aussehen erhielt der Uhrturm nach 1560. Im Inneren des Turmes befand sich bis 1805 ein Orgelwerk - das "Steirische Horn".

In Kriegszeiten wurde der Uhrturm und die darunterliegende große Bastei (errichtet 1551-56) von der Grazer Bürgerschaft verteidigt (5). An der östlichen Basteimauer stand ein Wachturm (6), von dem aus der unter Erzherzog Karl II. 1586 auf der alten Steinmauer angelegte "Geheime Gang" (7) von der Burg in die Stadt führte.

(Photo rechts und Text "Die Festung" im Original zu sehen als Infotafel vor dem Haupttor am Schloßberg)

 

Unter dem Schloßberg wurde 1943 mit der Aushebung von Stollen zum Schutz vor Bombenangriffen begonnen. Auf 17.000 m2 erstreckt sich ein abgeschlossenes Tunnelsystem von 5 km Länge, das 50.000 Menschen Schutz und Unterstand gewährt.

Dom St. Ägydius

Der Dom wurde 1438-62 anstelle einer romanischen Kirche unter Kaiser Friedrich II. um- bzw. ausgebaut. Seit 1786 ist der Dom Bishöfliche Kathedralskirche und weist an der Südseite das beeindruckende "Landplagenbild" (Reste einer gotischen Wandmalerei nach 1480) auf.

Im Inneren faszinieren das Tafelgemälde "Kreuzigung mit Gedräng" (1457) und zwei italienische Frührenaissancetruhen (Elfenbeinschnitzereien und Einlegearbeiten in Bein, nach Montagna).

 
Uhrturm am Burgberg

Einblick in den Dom Sankt Ägydius

Landtag/Landhausplatz

Dom St. Ägydius/Fresco an der Aussenwand

Steirerhut XXL

Landhaus/Brunnen 

Eingang ins Tunnelsystem unter dem Schloßberg

 

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